Bockenheimer Landstraße & alten Bio-Campus neu denken

Bei einem weiteren Termin zur „Chancenstadt Frankfurt“ legt der Spitzenkandidat der CDU, Dr. Nils Kößler, den Fokus auf zwei zentrale Projekte für Frankfurt: den Umbau der Bockenheimer Landstraße und den jahrelangen Stillstand am ehemaligen früheren Bio-Campus.

„Frankfurt braucht klare Prioritäten, professionelle Projektsteuerung und eine integrierte Gesamtplanung. Was wir derzeit gerade bei Verkehrsprojekten erleben, ist zu oft ideologisch geprägt, unkoordiniert und wirtschaftlich riskant“, so Kößler. Die Bockenheimer Landstraße sei eine zentrale Ost-West-Verbindung mit hoher Bedeutung für Pendler, Busverkehr, Gewerbe und Anwohner. Dennoch wurde ein Umbau beschlossen, der von den Befürwortern als „Meilenstein der Verkehrswende“ bezeichnet wird. Aus Sicht von Kößler handelt es sich jedoch um eine verkehrspolitische Fehlsteuerung, da keine ausgewogene Berücksichtigung aller Verkehrsträger erfolgt, die Reduzierung von Fahrspuren absehbar zu Stau- und Ausweichverkehren führt und eine transparente Simulation der Gesamtverkehrsauswirkungen fehlt. „Hinzu kommen erhebliche Belastungen für Anwohner und Wirtschaft durch lange Bauzeiten, eingeschränkte Erreichbarkeit für Kunden und Lieferanten sowie eine mangelhafte und wenig verlässliche Kommunikation gegenüber den Gewerbetreibenden“, so Kößler.

„Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist Standortfaktor. Wer zentrale Achsen schwächt, gefährdet Wirtschaftskraft, Mobilität und Akzeptanz in der Stadtgesellschaft“, betont Kößler. Die CDU setze dem eine integrierte Verkehrsplanung mit gleichberechtigter Berücksichtigung aller Verkehrsträger entgegen, kombiniert mit einer verlässlichen Baustellenkoordination, klaren Zeitstrukturen, Mindestbreiten für den Verkehr, täglicher Kontrolle und enger Abstimmung mit Anwohnern und Gewerbe.

Auch beim ehemaligen Bio-Campus am Ende der Siesmayerstraße sieht Kößler ein strukturelles Versagen der Stadtpolitik. „Das Areal steht seit Jahren leer, frühere Gespräche über Ankauf und Entwicklung wurden nicht konsequent abgeschlossen“, kritisiert Kößler. Während das Land verkaufsbereit gewesen sei, habe die Stadt Verhandlungsfristen verstreichen lassen; inzwischen verfolge das Land eigene Planungen. „Die Folge ist, dass wertvolle innerstädtische Flächenvor sich hingammeln und die Chancen für eine neue Schule ebensowenig wie studentisches Wohnen genutzt wurden“, so der Christdemokrat.

Die Union knüpft an frühere Ideen an und setzt auf Verhandlungen mit dem Land, um die Flächen zu aktivieren: für die Schaffung einer schulischen Infrastruktur wie eine Grundschule mit Sporthalle sowie die Priorität von bezahlbarem und studentischem Wohnen.

„Chancenstadt heißt: Potenziale erkennen, Entscheidungen treffen und Projekte zügig umsetzen. Frankfurt braucht wieder eine Politik der Durchsetzungskraft – nicht des Zauderns. Wir wollen eine Stadt, die funktioniert – im Verkehr, in der Wirtschaft und in der Stadtentwicklung. Frankfurt kann mehr!“, ist Kößler überzeugt.