Presse
29.01.2020, 18:30 Uhr
Kößler: Der Oberbürgermeister hat bei der IAA einen Scherbenhaufen hinterlassen!
CDU-Fraktion bedauert das Frankfurter Ausscheiden bei der Vergabe der Mobilitätsmesse
Frankfurt am Main, 29. Januar 2020 - Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Römer, Dr. Nils Kößler, bedauert das Frankfurter Ausscheiden bei der Vergabe der Internationalen Automobilausstellung (IAA) 2021.
„Die IAA ist die Leitmesse der Automobil- und Mobilitätsbranche. Mit über einer halben Million Besucher ist sie mit Abstand die wichtigste Ausstellung der Messe Frankfurt. Sie erwirtschaftet so viel Umsatz wie alle anderen Frankfurter Messen zusammen. Es ist deshalb traurig, dass die Mobilitätsmesse der Zukunft, zu der die IAA 2021 entwickelt wird, nicht am Verkehrsdrehkreuz Frankfurt am Main stattfinden wird. Damit endet vorläufig die Geschichte der IAA an ihrem seit 1951 bewährten Standort. Für diesen Misserfolg trägt in erster Linie der Frankfurter Oberbürgermeister die politische Verantwortung“.

 

Kößler bedauert, dass die Vorzüge Frankfurts nicht hinreichend überzeugt haben: ein bestens angebundenes innenstadtnahes Messegelände, eine schnelle Flughafenverbindung auch für die rund 125.000 internationalen Besucher, ein ausgezeichnetes Stadtprofil als Standort von Forschungseinrichtungen zum Thema Mobilität wie beispielweise dem HOLM.

„Das von Wirtschaftsdezernent Markus Frank und der Messe Frankfurt entwickelte und in Berlin präsentierte Organisationskonzept hat die Vorgaben des VDA, die IAA zu einer mit anderen Verkehrsträgern vernetzten Plattform für die Mobilität von morgen weiterzuentwickeln, optimal umgesetzt. Die „Volks-IAA“ wäre im ganzen Stadtgebiet zu einer großen Bühne für die Innovationskraft der Mobilitätsbranche geworden. Dass es jetzt anders kommt, hat viel mit dem Vertrauensverlust zwischen dem VDA und der Spitze der Stadt Frankfurt am Main zu tun“, ist Kößler überzeugt.

 

Die von Bündnissen wie „Attac“ und „Sand im Getriebe“ organisierten Proteste und Blockaden zur IAA 2019 hätten Kößler zufolge diese Schlüsselbranche der deutschen Wirtschaft grundsätzlich in Frage gestellt. „Mit offener politischer Freude hat der Frankfurter Oberbürgermeister diese Proteste begleitet und ermutigt, vor allem durch seine peinliche Kampagne, zur Eröffnung der IAA eine branchenkritische ‚Rede‘ zu veröffentlichen“. Nachdem der VDA signalisiert hatte, die Messe werde 2021 nicht wieder automatisch in Frankfurt stattfinden, habe Peter Feldmann als Aufsichtsratsvorsitzender der Messe nichts, aber auch gar nichts unternommen. „Er hätte das Thema sofort zur Chefsache machen müssen. Im Rhein-Main-Gebiet hängen direkt oder indirekt tausende Arbeitsplätze an der IAA, von den Messebauern bis zur Hotellerie und den Taxifahrern.

Die monatelange Untätigkeit von Peter Feldmann ist unverantwortlich und unsozial gewesen. Sie hat auch das Verhältnis zum VDA zusätzlich
angespannt. Politische Führung und Verantwortung geht anders“, so Kößler, der seinen Dank an Wirtschaftsdezernent Markus Frank richtet: „In buchstäblich letzter Sekunde hat der OB ihm die Scherben seines IAA-Desasters vor die Tür gekehrt. In sechs Wochen harter Arbeit haben Frank und sein Team eine tolle Bewerbung entwickelt, die offenbar nicht ausreichen konnte, den Scherbenhaufen, den Peter Feldmann zuvor fahrlässig angerichtet hat, zu kitten“.