Presse
03.08.2017, 16:20 Uhr
Frankfurt wächst und behält seine hohe Lebensqualität!
CDU benennt Vorgaben für das neue Baugebiet entlang der A5
Frankfurt am Main, 03.08.2017 -  Der Vorsitzende des Fachausschusses Stadtentwicklung der Frankfurter CDU, Dr. Nils Kößler, hat erste Forderungen aus der Union im Zusammenhang mit dem geplanten Baugebiet entlang der Autobahn A5 formuliert: „Das neue Viertel wird keine Betonburg werden“, so Kößler.

„Gerade weil die Flächen im Frankfurter Stadtgebiet knapp sind, muss das richtige Gleichgewicht zwischen Wohnen und Grün beachtet werden.“ Wie berichtet, hat der Frankfurter Magistrat kürzlich beschlossen, für das freie Areal beidseits der Autobahn A 5, das im Osten von den Stadtteilen Niederursel und Praunheim sowie im Westen von der Frankfurter Stadtgrenze umfasst wird, Wohnbebauung zu planen. Hier könnten einmal bis zu 11.500 Wohneinheiten entstehen.

Kößler verlangt dort ausreichende Grünzonen, um eine hohe Lebensqualität zu garantieren. „Die Naherholung in Parks und auf anderen Freiflächen ist ein Markenzeichen unserer Stadt“, betonte der Christdemokrat. Hierzu müsse genügend Raum eingeplant werden, auch mit Blick auf die bestehenden Stadtteile Niederursel und Praunheim. Die CDU will zudem sicherstellen, dass die für das Stadtklima insgesamt sehr wichtigen Frischluftschneisen entlang von Urselbach und Steinbach erhalten und von einer Bebauung freigehalten werden. Kößler erinnerte daran, dass die Union im letzten Jahr bei dem Konzept für das Innovationsquartier im Nordend mehr Grünflächen und den Erhalt des Abenteuerspielplatzes durchgesetzt hatte.

 „Mit dem neuen Baugebiet an der A5 können wir das Wohnflächenangebot in Frankfurt deutlich erhöhen und dadurch den Miet- und Kaufpreisanstieg für Wohn­immobilien in unserer Stadt insgesamt bremsen“, so Kößler. „Das Baugebiet soll ein umfassendes und qualitätsvolles Wohnungsangebot gerade auch für die bürgerliche Mittelschicht gewährleisten – Wohneigentum inklusive“, sagte Kößler. „Ein Anteil von 30% der Flächen im geförderten Wohnungsbau hat sich in den letzten Jahren bewährt und muss weiterhin das Ziel sein.“ Die CDU strebe für das Gebiet eine gute Mischung aus Geschosswohnungsbau und Einfamilienhäusern an, was ein breites Angebot an Wohnformen für die gesamte Bevölkerung ermögliche.

Der Stadtverordnete betonte, dass es mit der CDU auch in Zukunft landwirtschaftlich genutzte Flächen im Frankfurter Nordwesten geben werde: „Wir erwarten im Zuge der weiteren Planung ein Konzept, welche landwirtschaftlichen Flächen erhalten bleiben“, so Kößler. „Den in Niederursel, Praunheim, Oberursel und Steinbach ansässigen Familienbetrieben muss eine wirtschaftlich nachhaltige Perspektive geboten werden.“ Er geht davon aus, dass demnächst ein stadtplanerischer Ideenwettbewerb zur neuen Struktur des Baugebiets stattfindet und dabei auch die Landwirtschaft berücksichtigt wird.

Der CDU-Politiker erwartet durch das neue Baugebiet ein organisches, maßvolles Wachstum der Stadtteile Niederursel und Praunheim, das die Lebensqualität dort nicht schmälern, sondern sogar steigern wird. „Wir können uns dort zwei Standorte für weiterführende Schulen vorstellen“, so Kößler. Ein Standort soll etwa als Ersatz für die Gebäude der Europäischen Schule dienen, wenn das Grundstück am Praunheimer Weg für den Durchbau der Ortsumfahrung Praunheim und für die Regionaltangente West in Anspruch genommen wird. „Die CDU steht dafür, dass der neue Stadtteil an der A5 von vornherein mit der richtigen Infrastruktur ausgestattet wird“, erklärte Kößler. Dazu zählt er neben Schulen insbesondere Kindergärten, Sportmöglichkeiten, Grünanlagen und Plätze, Flächen für Einzelhandel, Supermärkte und einen Wochenmarkt. „Die gesamte Verkehrserschließung muss in Ruhe geplant werden, örtlich wie überörtlich“, sagte er. Hierzu gehörten auch Entscheidungen über Projekte wie die Ortsumfahrung Praunheim, die Regionaltangente West mit dem ursprünglich geplanten Ast von Praunheim zum Nordwestzentrum und die Verlängerung der U-Bahn-Linie U6 nach Steinbach.

Der CDU-Stadtverordnete geht davon aus, dass nur der zukünftige Siedlungsbereich westlich der Autobahn A5 einen neuen und eigenständigen Stadtteil bilden wird. Kößler bringt dazu eine gemeinsame Planungsgesellschaft mit den Nachbarkommunen ins Spiel, um die Zusammenarbeit in der Region zu fördern: „Diesen Bereich sollten wir mit der Stadt Steinbach und der Stadt Oberursel gemeinsam entwickeln.“