Presse
29.11.2016, 15:47 Uhr
Kößler: Frankfurt braucht eine Kleingartenstrategie
CDU-Fraktion will Naherholung in der Stadt ausbauen
Frankfurt am Main, 29. November 2016 - Kleingärten sollen den Stadtbewohnern zur Erholung in der Natur dienen. Sie sorgen in den Städten für bessere klimatische Bedingungen und haben eine wichtige soziale Funktion.
Dr. Nils Kößler, Stadtverordneter, Vorsitzender des Fachausschusses Stadtentwicklung der Frankfurter CDU
Doch reichen die auch Schrebergarten oder „Lauben“ genannten Nutz- und Freizeitgärten in Zukunft aus? Die CDU-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung hat dazu gemeinsam mit den beiden anderen Koalitionsfraktionen einen Antrag vorgelegt.

„Mit diesem Antrag wollen wir erreichen, dass der Magistrat gemeinsam mit der Stadtgruppe Frankfurt der Kleingärtner e.V. eine Strategie erarbeitet, die auf der Basis einer Bestands- und Bedarfsanalyse Entwicklungsperspektiven für die Kleingärten in Frankfurt aufzeigt. Diese Kleingartenstrategie soll den voraussehbaren Bedarf auch unter Berücksichtigung des Wachstums der Stadt abdecken“, erklärt der planungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Dr. Nils Kößler.

Die zahlreichen laufenden Bebauungsplanverfahren der Stadt Frankfurt am Main zeigen Kößler zufolge, dass die Kommune ihrer Planungshoheit und -verantwortung gerecht wird: „Die konsequente Neuausweisung von Bauland gerade für den Wohnungsbau ist auch die richtige, zukunftsorientierte Antwort auf die derzeit angespannte Lage am Wohnungsmarkt in unserem Ballungsraum“. In diesem Zusammenhang stellen sich nach Einschätzung des Stadtverordneten viele Klein- und Freizeitgärtner und -gärtnerinnen in Frankfurt aus nachvollziehbaren Gründen die Frage, welchen Platz ihre wichtige und bereichernde Tätigkeit in den Zukunftsplänen der Stadtverwaltung einnimmt. „Die Gärten dienen nicht nur der Naherholung der betreffenden Mitbürgerinnen und Mitbürger und einer ökologisch wertvollen Pflege der Grünbereiche, sondern darüber hinaus auch der Integration der Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Traditionen“, unterstreicht der Stadtverordnete die Bedeutung des Kleingartenwesens für eine Großstadt wie Frankfurt am Main.

Schon im Jahr 2002 nahm der Magistrat auf Anfrage der CDU-Fraktion eine Überprüfung aller 219 im Stadtgebiet Frankfurt gelegenen Kleingartenanlagen im Hinblick auf ihre planungsrechtliche Sicherung als Dauerkleingärten vor und erstellte hierzu einen Bericht. 

„Mit der geforderten Kleingartenstrategie soll auch eine Grundlage für die weitere Stadtentwicklungsplanung gewonnen werden“, so Kößler weiter. Außerdem will der Antrag erreichen, dass bei der Erarbeitung der Strategie nicht nur die Kleingärten, sondern auch der voraussehbare zukünftige Bedarf an Freizeitgärten berücksichtigt wird. „Es ist somit unser Ziel, das wertvolle Frankfurter Klein- und Freizeitgartenwesen langfristig zu sichern und in seiner Attraktivität zu erhalten“, so Kößler abschließend. 

aktualisiert von Wolfram Roos, 29.11.2016, 15:51 Uhr